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Wiener Tierschutzverein zu Billigfleisch: Lebewesen eignen sich nicht für Preiskämpfe

Wie im Ö1 Mittagsjournal am 14.1.2019 berichtet wurde, möchte der Lebensmittelhandel auch in Zukunft nicht von Rabatten oder Billigangeboten bei Fleisch Abstand nehmen. Für den Wiener Tierschutzverein eine mehr als bedenkliche Haltung. Ganz abgesehen davon, dass Billigfleisch der Umwelt schadet und von dem KonsumentInnen nicht genügend wertgeschätzt wird, wie von Umweltschützern kritisiert wird, geht es für den Wiener Tierschutzverein noch um einen anderen extrem wichtigen Aspekt: Die Haltung der Nutztiere, von denen das Fleisch kommt.

In jedem Preissegment gebe es hervorragende Qualität, strenge Richtlinien sowie hohe Qualitätsstandards und strenge Kontrollen, so eine Vertreterin von Spar Österreich im Ö1 Mittagsjournal am Mittwoch. „Dies entspricht vor allem im Niedrigpreissegment keinesfalls der Realität“, sagt Madeleine Petrovic, Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins. „Billigfleisch bei Geflügel stammt oft nicht aus Österreich. Importierte Geflügelprodukte unterliegen aber nur den EU-Mindeststandards zur Geflügelhaltung und die sind deutlich niedriger, als es das österreichische Tierschutzgesetz überhaupt zulassen würde“.

Und auch das AMA-Gütesiegel auf Schweine- oder Rindfleisch garantiere keineswegs eine akzeptable Tierhaltung: Beispiele seien hier die Haltung von Schweinen auf Vollspaltenböden sowie die permanente Anbindehaltung von Rindern. „Beide Tierhaltungsformen sind jedenfalls Tierquälerei“, sagt Petrovic.

Keine Tierqual-Produkte mehr

So wie in Österreich seit vielen Jahren keine Käfigeier mehr im Handel zu finden sind, könnte sich der Lebensmittelhandel auch bei Geflügel-, Schweine- und Rindfleisch darauf einigen, keine Produkte aus tierquälerischen Haltungen mehr anzubieten. „Die allermeisten KonsumentInnen würden eine solche Vorgehensweise für gut befinden, vor allem, wenn sie dann wirklich sichergehen könnten, dass keine Produkte aus tierquälerischen Haltungen mehr in den Regalen liegen. Die Verbannung von Käfigeiern aus dem Handel hat dies schon vor vielen Jahren bewiesen“, so Petrovic.

 

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