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Igel

Allgemeines
  • Nahrung: Insekten, Asseln, Würmer, Schnecken
  • Lebenserwartung: 4 bis 5 Jahre
  • Geschlechtsreife: mit 8-10 Monaten
  • Paarungszeit: April bis September
  • Trächtigkeitsdauer: 35 Tage
  • Säugezeit: bis zu 40 Tagen
  • Anzahl der Jungen: 2-6
Igel sind Nesthocker (d.h. nackt und blind geboren, benötigen Mutter als Wärme- und Nahrungsquelle).
  • Mit Alter von 7 Tagen: Gewicht von 20 bis 50 g.
  • Mit 14 bis 18 Tagen: öffnen sich die Augen und Ohren,
  • Körperlänge 6 cm, Beginn Haarwachstum, 60-80 g.
  • Nach 1 Monat: 140-200 g schwer, Milchgebiss vollzählig, dichtes Fell
  • Mit 6 Wochen:  Ende der Säugezeit, Igel sind ab diesem Zeitpunkt selbstständig
  • Mit 70 Tagen: 600-800 g schwer
Winterschlaf
  • Von Mitte November bis Mitte März/April in trockenen Höhlen, unter Reisig- oder Laubhaufen, unter Holzstößen usw.
  • Umgebungstemperatur <6°C
  • Körpertemperatur fällt von 36°C auf 1 bis 8°C ab.
Welche Igel darf man mitnehmen?
  • Verletzte oder kranke Tiere (-> sofort zum Tierarzt)
  • Jungtiere im Herbst außerhalb des Nestes
  • Bei Schnee und Dauerfrost herumirrende Igel (egal wie schwer er ist)
  • Im November Igel mit einem Gewicht von unter 600 g

Betreuung untergewichtiger oder kranker Igel

Aufnahme und erste Maßnahmen

den aufgenommenen Igel sofort abwiegen. Beträgt das Gewicht mehr als 600 g, sollte der Igel zum Fundort zurückgebracht werden, damit er sein vorbereitest Winternest wieder finden kann.
Der Igel sollte so schnell wie möglich zu einem Tierarzt gebracht werden (Igel haben Würmer, die in der Lunge und im Verdauungstrakt leben und den Igel schädigen, sowie Außenschmarotzer wie z.B. Flöhe, Zecken, Fliegeneier oder Maden und Milben). Mit einer mitgebrachten Kotprobe können die Innenparasiten nachgewiesen werden.

Unterbringung

Igel sind Einzelgänger und zu überwinternde Igel sind in einem warmen Raum mit Tageslichteinfall zu halten.
Bodentemperatur mind. +18°C, Raumtemperatur nicht über 22°C und nicht unter 16°C (bei <16°C kommt es zu einer Futterverweigerung).
Es sollte ein Auslauf von wenigstens 2 m² zur Verfügung stehen, dessen Wände mind. 40 cm hoch und nicht aus Maschendraht sein sollten. Die Unterbringung in Badewannen, Plastikbecken, Obstkisten, Aquarien oder Ähnlichem ist nicht geeigner und stellt eine Tierquälerei dar! Bei zu wenig Bewegungsfreiheit zeigen sich nach einigen Wochen Lähmungserscheinungen. Im Auslauf sollte ein Schlafhäuschen beispielsweise aus Kartonschachtel (25x20x15 cm) mit einem seitlichen Schlupfloch aufgestellt werden. Dieses Häuschen mit zerknülltem Zeitungspapier ausgefüllt werden (niemals Plastik oder Styropor!).
Bei Babyigeln können auch eine Wärmeflasche mit handwarmen Wasser und ein Handtuch verwendet werden.
Der Auslauf und das Häuschen sind täglich zu reinigen.

Ernährung

Igel sind in der Natur Insektenfresser. Die Hauptnahrung muss daher angepasst werden. Mehlwürmer, Katzen-, Hundefutter (Dosen, hundewurst), Banane, Apfel, gekochtes Ei, Topfen, Sonnenblumenkerne werden gerne gefressen. Multivitatmintropfen (aus der Zoohandlung) und Futterkalk kann man zusätzlich beigeben, um Mangelerscheinungen vorzubeugen. Mittlerweile ist in Zoohandlungen sowohl Trocken- als auch Nassfutter für Igel erhältlich. Das Futter muss Zimmertemperatur haben. Frisches Wasser sollte jederzeit zur Verfügung stehen. 

Fütterungsanweisung und Information über die Aufzucht
  • Igel unter 300 g: 2-3 mal täglich füttern
  • Igel über 300 g: 1 mal täglich am Abend
  • Nahrungsmenge für einen Igel: 1-2 Esslöffel pro Tag
  • Aufzucht von Igelbabys mittels körperwarmer Katzenaufzuchtsmilch, als Ersatz (wenn beispielsweise keine Zoohandlung mehr geöffnet ist) notfalls auch Maresi verdünnt mit Fencheltee (1:1). Fütterung erfolgt mit 1 ml Spritzen ohne Nadel und immer in Rückenlage!
  • Fütterungsintervalle: bis sich Augen und Ohren geöffnet haben, verabreicht man kleinen Igeln tagsüber 8 und nachts 2 Mahlzeiten (jeweils 1 Teelöffel bis 2 Esslöffel je nach Körpergewicht).
  • Normaler Säuglingskot ist türkisgrün und besteht aus Knöllchen.
  • Nach jeder Fütterung muss die Bauch- und Analregion mit einem feuchten Papiertaschentuch leicht massiert werden, um den Harn- und Kotabsatz anzuregen.
  • Umstellung auf feste Nahrung kann ab der 3. Woche bzw. 100-130 g erfolgen.
!Achtung!
!Folgendes dürfen Igel NICHT fressen: Milch, gesalzene, gezuckerte, gewürzte Lebensmittel, Wurst, Brot und rohes Ei!

Aussetzen aufgefütterter Igel im Frühjahr

Das Aussetzen erfolgt bei Einbruch der Dämmerung Mitte Mai in Gebieten mit Gebüschen, Hecken, Sträuchern, Unterholz, Laub und Holzstößen. Straßen sollten selbstverständlich möglichst weit weg sein.

Jedes Jahr haben wir über den Winter sehr viele Igel bei uns untergeracht, die zu klein für einen Winterschlaf sind. Deswegen suchen wir auch jedes Jahr Überwinterungsplätze. Falls Sie interesse daran haben, einen kleinen Igel einen Winter lang aufzunehmen dann melden sie sich bitte an unserer Kleintiervergabe: 01 699 24 50-DW 55 oder schreiben sie uns eine E-Mail!

Falls Sie unsere Igel unterstützen wollen, können Sie das gerne auch mit einer Futterspende tun.

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