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Prachtfinken

Herkunft und Lebensweise

Prachtfinken sind lebhafte, neun bis 14 Zentimeter kleine Vogelzwerge. Sie gehören zur Gattung der Sperlingsvögel (Passeriformes). Sie sind Bewohner tropischer und subtropischer Gebiete Afrikas, Süd- und Ostasiens, Neuguineas, Indonesiens und Australiens. Viele Arten leben in offenem Buschland, in Steppen, Savannen und Waldrandgebieten, andere bevorzugen dichtes Uferschilf und Bambushaine. Die beliebtesten Prachtfinkenarten für die Heimtierhaltung sind die Gouldamadinen, Zebrafinken und Papageiamadinen.

Physiologische Daten


    Lebenserwartung: acht bis zehn Jahre
    Körpermasse: zirka 15 Gramm
    Geschlechtsreife: zwei bis vier Monate
    Zuchtreife: zirka neun Monate
    Brutdauer: zwölf bis 15 Tage
    Eier pro Gelege: vier bis acht
    Nestlingszeit: 21 bis 26 Tage
    Gelege pro Jahr: zwei bis drei


Geschlechtsdifferenzierung


Bei vielen Arten sind Männchen bunter gefärbt als Weibchen.


Haltung als Heimtier


Prachtfinken ziehen in der Wildnis in großen Schwärmen umher. Sie dürfen in Gefangenschaft nicht einzeln gehalten werden. Sie würden sonst mangels sozialer Bindung verkümmern würden. Paarebleiben oft lebenslang zusammen. Während Gouldamadinen zutraulich werden können, sind Zebrafinken eher scheu.

Zucht


Zebrafinken sind ausgezeichnete Zuchtvögel. Sobald man das Paar mit Nistmöglichkeit und Baumaterial (wie Gras, Kokos, Agavenfaser, Federn) versorgt, beginnen sie zu bauen. Gouldamadine sind Höhlenbrüter, die geschlossene oder halbgeschlossene Nistkästen annehmen. Sie bevorzugen Sisal- und Kokosfasern oder Bast von sechs bis zehn Zentimeter Länge als Nistmaterial.

Unterbringung und Käfigeinrichtung


In gut beleuchteten und beheizten Zimmervolièren mit Pflanzen und Sträuchern fühlen sich die Vogelzwerge besonders wohl.

Die Sitzstangen aus Naturholz oder Naturästen müssen einen so großen Durchmesser haben, dass der Vogelfuß die Sitzstangen zu zwei Drittel umfassen kann. Sie werden so angebracht, dass die Vögel sie nicht ohne Benutzung der Flügel erreichen können. Das "Nistviertel" der Voliere in dem die Nistkästchen angebracht werden, ist vom sogenannten "Sozialviertel" etwas zu trennen. Dort treffen sich die Vögel zur Kommunikation. Schräg aufgehängte Büschel von dünnen Zweigen sollten angebracht werden.

Bei Zebrafinken häufen sich besonders zur Brutzeit aggressive Handlungen zwischen verschiedenen Zuchtpaaren in der Voliere. Während dieser Zeit ist eine getrennte Haltung der einzelnen Pärchen empfehlenswert.

Als Standort sollte ein zugluftfreier, ruhiger Platz ohne direkte Sonnenbestrahlung gewählt werden. Einmal pro Woche ist der Käfig gründlich zu reinigen und die Einstreu (Vogelsand und Walderde-Kompostgemisch) zu wechseln. Badehäuschen und Schlafnestchen gehören zur Grundausstattung einer Prachtfinkenbehausung.
Freivolieren sollten sowohl nach oben als auch nach mindestens zwei Seiten abgedeckt sein. Ein angrenzender beheizbarer Schutzraum ist notwendig.

Klima


Besonders Gouldamadinen sind sehr temperaturempfindlich. Sie benötigen eine Raumtemperatur von mindestens 20 bis 34 Grad Celsius und eine Luftfeuchtigkeit von 55 bis 70 Prozent. Zebrafinken können auch bei zehn bis zwölf Grad Celsius überwintern.

Fütterung


Futter ist in ausgewogener Zusammensetzung immer frisch anzubieten. Plötzliche Futterumstellungen sind zu vermeiden. Frisches Trinkwasser muss ständig zur Verfügung stehen und zumindest täglich gewechselt werden.

Als Grundfutter dient eine Exotenmischung, die aus kleinen Hirsesorten, Spitzaat, Ramtillkraut, Gras- und Wildsämereien besteht. Zusätzlich sind gequollene und gekeimte Kolbenhirse, Keimfutter, Beeren und Obst anzubieten. Dickschnäbelige Arten (wie Zebrafinken und Gouldamadine) erhalten außerdem geschälten Hafer und Naturreis.

Zur Zucht sind Eifutter, Vogelmiere, Löwenzahn, halbreife Gräser und Insekten (Ameisenpuppen, frisch gehäutete Mehlwürmer) unverzichtbar. Eine Sepiaschale, die etwas Jod enthält, ist eine gute Kalziumquelle. Gleichzeitig bietet sie Beschäftigung. Grit ist eine wertvolle Mineralstoffmischung und wird für die Verdauung benötigt.

Umgang und Pflege


Bei übermäßigem Längenwachstum der Krallen und des Schnabels infolge unzureichender Abreibung ist ein Kürzen durch die Tierärztin oder den Tierarzt erforderlich. Trägt der Vogel einen Ring, so ist die Gefahr des Einwachsens zu beachten, in dem der Ring regelmäßig kontrolliert wird.

Bei geringsten Anzeichen von Gesundheitsstörungen (aufgeplustertes Gefieder, Augenausfluss, Niesen, Durchfall, Unruhe) ist umgehend eine Tierärztin oder ein Tierarzt aufzusuchen.

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