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Degus

Degus (Octodon degus) kommen ursprünglich aus Nord- und Zentralchile (Südamerika).

Sie sind weitläufig mit Meerschweinchen und Chinchillas verwandt.

In freier Wildbahn bilden die Degus Verbände von bis zu 10 erwachsenen Männchen. Innerhalb dieser Verbände gibt es Familien, die gewöhnlich aus einem Männchen und 3 Weibchen bestehen. Die Degus legen ein umfangreiches unterirdisches Gangssystem an, welches mehrere Ein- und Ausgänge hat. Zu dem ist es in verschiedene Kammern und Höhlen unterteilt. Nachts ziehen sich die Degus hier hin zurück und verbleiben bis in die frühen Morgenstunden.

Degus haben ihre aktivsten Phasen in den frühen Morgenstunden und den späten Nachmittagstunden. Sie sind demnach dämmerungsaktiv.

Degus sind mit 1,5 Jahren ausgewachsen und können ein Alter von bis zu 8 Jahren erreichen. Ausgewachsene Degus können zwischen 220g und 260g wiegen, bei einer Körperlänge von 12,5 bis 19,5cm und einer Schwanzlänge von 10 bis 16,5cm.

Die Tragzeit bei Degus schwankt zwischen 85 und 95 Tagen. Es können zwischen 1 bis 10 Jungtiere geboren werden. Die Trennung vom Muttertier kann ab der 5 Woche erfolgen.
Weibchen sind bereits mit 6 Wochen geschlechtsreif, Männchen hingegen erst mit ca. 3 Monaten
Aus diesem Grund muss bei einer gemischtgeschlechtlichen Gruppe die Trennung spätestens in der 6 Woche erfolgen, da die jungen Weibchen sonst gedeckt werden könnten (Inzucht!).

Degus sind keine Kuscheltiere sondern reine Beobachtungstiere und daher für Kinder nur bedingt geeignet.

Haltung

Käfig sollte mindestens B100xT50xH100cm sein, für 2-3 Tiere oder 100x50x150cm für 3-5 Tiere. Umso größer der Käfig ist, umso wohler fühlen sie sich. Der Käfig sollte aus Metall oder aus Hartholz sein, aber kein Fichten oder Kiefernholz, da Degus Nagetiere sind und daher sehr gern nagen.

Am leichtesten ist es wenn man z.b. Vogel-, oder Chinchillavolieren umbaut. Beachten sie aber bitte hier den Abstand der Gitterstäbe, das er nicht zu weit ist und die Tiere dann ausbrechen könne.  Degus sind eher Lauftiere, als Klettertier. Laufen am Tag so um die 8km.

Einrichtung

Holzetagen, Häuschen, Steine (zum Krallen abnutzen), Äste zum Nagen, Wurzeln, Tonröhren, Sandbad sollte mit Chinchillasand gefüllt sein und nicht mit Vogelsand, Laufrad (ab 30 cm Durchmesser), Trinkflaschen oder gut stehende Wassernäpfe, Hängematten, Tontöpfe, Gras- oder Heuhäuser.

Ganz wichtig ist auch, verwenden sie bitte kein Plastik, da das von den Tieren schnell zernagt wird und sie es auch fressen und daher dann an Darmverschluss sterben können.

Man sollte sie auch Nie alleine Halten, immer mindesten zu dritt.

Bretter

Empfehlen kann ich hier MDF-Platten. Die sind zwar einwenig preisintensiver im Gegensatz zur günstigen Variante OSB-Verlegeplatte, aber sie sind gegen die Nageattacken der Degus etwas robuster. Wenn die Bretter eine längere Haltbarkeit haben sollen (Degus pissen überall hin und haben an den unmöglichsten Stellen kleine Pissecken) dann empfehle ich die Bretter mit Spielzeuglack 3 – 4-mal zu lackieren. Der Spielzeuglack ist für die Tiere ungefährlich

Holz für Rahmen des Selbstbaus

Empfehlung hier wäre, wenn man auf Dauer bauen will nicht Kiefer oder Fichte zu verwenden sondern Douglasie. Baut man aus Kiefer oder Fichte kann es passieren, dass die Degus den Käfig von innen auffressen und irgendwann unfreiwillig zu Freigängern werden. Douglasie ist zwar in der Anschaffung etwas teurer, aber es rentiert sich auf die Dauer gesehen. Douglasie ist ein Hartholz und da haben die Degus trotz ihrer scharfen Zähne Mühe es anzuknabbern. Hinzu kommt noch, dass den Tieren Douglasie nicht „schmeckt“. Sie lassen die Knabberattacken also von ganz alleine.

Gitter für Selbstbauten

Beim Gitter sollte man auch besser etwas tiefer in die Tasche greifen. Mit einfachem Kaninchendraht ist es bei den Degus nicht getan, diesen haben sie Ruckzuck durch gefressen. Zu empfehlen ist an dieser Stelle Casanet-Draht punktgeschweißt.
Abdichtung Einstreu:
Bei vielen Volieren aus dem Handel hat man das Problem, dass nur eine in der Höhe gesehen sehr kleine Bodenwanne inklusiv ist. Bei Selbstbauten hat man gar keine Abdichtung für die Einstreu. Empfehlung hier ist Plexiglas von außen an die Voliere zu schrauben, um die fehlende Höhe fürs Einstreu auszugleichen.

Ernährung

Degu werden als Magerköstler bezeichnet. Ihr Grundnahrungsmittel ist das frische Heu. Dieses sollte ihnen jederzeit in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.

Als Trockenfutter haben sich wenige Fertigfuttermittel für Degus aus dem Zoohandel oder auch Online-Shops bewährt. Allerdings geht der Großteil der Degubesitzer immer mehr zum Selbstmischen über. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass das Futter zu 75% aus Trockenkräutern, Blättern und Blüten besteht und nur zu 25% aus Saaten (Sämereien, Getreide, Trockengemüse).

Als Leckerchen dürfen gelegentlich Nüsse (keine Mandeln, diese enthalten Blausäure), Sonnenblumenkerne, Kolbenhirse, Erbsenflocken, Möhrenflocken oder auch Ackerbohnenflocken gereicht werden.

Auf die Gabe von handelsüblichen Knabberstangen oder auch Drops sollte verzichtet werden. Diese enthalten viel Zucker und Fett und schaden dem Degu aufgrund seiner Veranlagung zur Diabetes (Zuckerkrankheit)!

Prinzipiell sollte bei der Futter- bzw. der Leckerli-Auswahl stets darauf geachtet werden, dass keine Melasse (Reststoff der Zuckerherstellung) enthalten ist.

Auch Obst, ob frisch oder getrocknet ist aufgrund des Fruchtzuckergehaltes für die Degus nicht geeignet!

Frischfutter bildet einen weiteren Bestandteil der Deguernährung. Folgendes Frischfutter ist für Degus geeignet: Gurke, Karotten mit Kraut, Eisbergsalat, Chicoree, Tomaten, Paprika, Löwenzahn, Gänseblümchen.

Wöchentlicher Futterplan

Heu täglich
Trockenfutter 5 bis 6 Tage (so entstehen 1 oder 2 reine Heutage)
Frischfutter aller 2 bis 3 Tage

Zusätzlich zum Heu, dem Trockenfutter und Frischfutter sollten auch Äste jederzeit im Degukäfig vorhanden sein. Zum einen enthält die Rinde der Äste viele Mineralien, die für Degus sehr wichtig sind. Zum anderen fördert das Nagen an den Ästen den Zahnabrieb.
Geeignete Äste sind: Apfelbaum, Birke, Birnenbaum, Hainbuche (nur diese Buche!), Haselnussbaum, Korkeiche (nur diese Eiche!), Linde, Mirabellenbaum, Pappel sowie Weiden.

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